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Bratäpfel am Rande des Nervenzusammenbruchs
Bratäpfel und Selbstgestricktes
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Vier Bratäpfel für ein Hallelujah!
Wenn der Bratapfel zweimal klingelt
Wie das Kamel seinen Höcker kriegte und andere Tiergeschichten

Mohammad-Ali Behboudi | Foto Axel J. Scherer
Franz Kafka
Bericht für eine Akademie
Soloabend mit Mohammad-Ali Behboudi
Der Affe Rotpeter soll vor den Herren der Akademie einen Vortrag über sein äffisches Vorleben halten. Doch leider kann er sich an sein Dasein als Affe gar nicht mehr erinnern. Daher berichtet er von seinem Prozess der Menschwerdung: Dieser beginnt mit seiner brutalen Gefangennahme an der afrikanischen Goldküste. Der Affe wird von einer Jagdexpedition angeschossen, eingefangen und auf ein Schiff gebracht. Während der Schiffsüberfahrt nach Europa fristet er sein Dasein in einem engen Käfig; den Matrosen dient er als Objekt derber Spaße. Da die Freiheit nicht wieder zu erlangen ist, sucht er nach einem Ausweg. Leben oder Tod? Der Affe entscheidet sich für das Überleben. Rotpeter landet schließlich beim Variete und schafft sogar den Aufstieg in die höhere Gesellschaft. Aber was hat ihm seine Wandlung zum Menschen gebracht? Ist das nun das zivilisierte Leben? Und wie steht es um seine Freiheit?
Franz Kafkas Erzählung zeigt die schmerzhafte Menschwerdung einer Kreatur und verdeutlicht das Dilemma zwischen Freiheit und menschlicher Existenz, zwischen Natur und Kultur. Kafkas jüdische Herkunft wird hier zum Thema: Die Wahrung von Identität und das Scheitern der Integration durch Anpassung - das Jahrhunderte alte Dilemma von Juden in der Diaspora. Kafkas Erzählung beschreibt aber auch das Dilemma aller Migranten in einer globalisierten von sozialen Ungleichheiten geprägten Welt.
„Behboudi beeindruckt, wenn erzwischen angepasst und affig changiert, Goritzki wird der Metamorphose gerecht, wenn er Rotpeter mit dem Handy hantieren und Hochglanzfotos von seiner Gorilla-Familie zeigen lässt." (NRZ)
Regie Thomas Goritzki Ausstattung Pia Grahlmann Mit Mohammad-Ali Behboudi




