Jürgen Sarkiss | Foto Klaus Fröhlich 

Marthe Schwerdtlein u.a.
Anja Schweitzer

Margarete
Lise Wolle

Valentin
Moritz Peschke

Mephistopheles
Jürgen Sarkiss

Faust
Michael Witte

Regie
Pedro Martins Beja

Bühne
Janina Audick

Kostüme
Sophie du Vinage

Musik
Micha Kaplan

Dramaturgie
Simone Kranz

Kamera
Jan Krämer

Leitung des Oberstufenchors des Bertha-von-Suttner Gymnasiums Oberhausen
Christian Zatryp

Johann Wolfgang von Goethe

Faust I

Der Gelehrte Dr. Faust hadert mit seinem Leben. Viele Jahre hat er verschiedene Wissenschaften studiert, doch nun, im Alter, ist ihm alles Forschen schal geworden. Fausts Zustand erweckt das Interesse Gottes, der mit seinem Teufel Mephistopheles über Faust spekuliert. Kann es dem Mephistopheles gelingen, Faust Seele zu gewinnen? Mephisto nähert sich Faust und schon bald schließen die beiden einen mit Blut besiegelten Pakt, bei dem Faust gelobt: „Werd ich zum Augenblicke sagen:/Verweile doch! Du bist so schön!/Dann magst du mich in Fesseln schlagen, /Dann will ich gern zu Grunde gehen.“ Nun beginnt eine wilde Reise, auf der Mephistopheles versucht, Fausts Begierden zu wecken und ihm alle Wünsche zu erfüllen. Faust packt dabei die Sehnsucht nach Jugend, deren Inbild er in dem jungen Mädchen Margarethe sieht. Die Begegnung endet tragisch, denn auch Gretchens Liebe kann Fausts Rastlosigkeit kein Ende setzen: Resigniert erkennt er: „So tauml ich von Begierde zu Genuß,/Und im Genuß verschmacht ich nach Begierde.“< >In den siebziger Jahren des 18. Jahrhunderts begonnen und 1831 vollendet, wurde Goethes Faust bis ins 20. Jahrhunderts als Vorbild eines tatkräftig optimistischen Helden gesehen. Die Inszenierung von Pedro Martins Beja zeigt Faust als alternden Intellektuellen. In der Oberhausener Aufführung wirkt der Oberstufenchor des Bertha-von-Suttner Gymnasiums Oberhausen mit. Unter Leitung von Christian Zatryp singen: Vivienne Aicher, Sophie Chromik, Kim Jenny Dammer, Svenja Herzog, Jil Lavina Huppertz, Elisa van Ingelgom, Lina Martin, Hannah Merten, Laura Naurath, Milena Preim, Aleksandra Ribicic, Carina Schmidt, Laura Strücker, Kerstin Tuschen, Felicia Wagner, Paula Spriesterbach/ Sammy Osei Bonsu, Mohamad Ghazaly, Ahmed Hassan, Uluç Ōnal, Nathan Sund, Henry Truong, Elyesa Yaşar

Der Chor

Wenn in einer Inszenierung am Oberhausener Stadttheater ein Schulchor auf der Bühne steht und singt, kann das schon als außergewöhnliches Ereignis bezeichnet werden. Dementsprechend groß war die Überraschung, als ich im September 2016 die Anfrage nach einem „Chor junger Menschen“ für die Inszenierung von Goethes Faust erhielt. Der Vokalpraktische Kurs - ein Kurs, der ausschließlich in dem Schuljahr der Qualifikationsphase 1 neben den Fächern Kunst, Musik und Literatur angeboten wird – hatte zu diesem Zeitpunkt gerade mal drei Proben hinter sich; Proben zweifelsohne, die eine durchaus positive Prognose hinsichtlich der Leistungsfähigkeit dieses Kurses nahelegten, insbesonders wenn man bedenkt, dass etwa die Hälfte des Kurses angab, keine sängerische Vorerfahrung zu besitzen. Die Unterstützung durch die Schulleitung und das Kollegium sowie die bemerkenswerte Motivation der Schülerinnen und Schüler und deren Bereitschaft, sich zahlreiche Termine (sogar in den Ferien und an Wochenenden) freizuhalten und in dieses Projekt zu investieren, haben eine Zusage trotz der zu erwartenden großen Herausforderungen ermöglicht. „Kühn ist das Mühen, herrlich der Lohn“ – der Lohn für die Schülerinnen und Schüler ist ein wohl einmaliger Einblick in den professionellen Betrieb eines Theaters, eine überdurchschnittlich starke musikalische Entwicklung der jungen Stimmen in gerade mal 4 Monaten und sicherlich auch der Stolz der gesamten Schulgemeinde auf die Beteiligung an diesem kulturellen Ereignis. Für die Zuschauer ergibt sich (hoffentlich) eine musikalische Bereicherung des dramatischen Erlebens – vom klassischen „Chor der Engel“ Schuberts über den „König in Thule“ bis hin zu den eigens für diese Inszenierung umarrangierten Popsongs von REM, MGMT und den 21Pilots. Daher gilt es, dem gesamten Team des Stadttheateres für dieses „kühne“ Vorhaben zu danken, einen außergewöhnlichen Faust auf die Bühne zu bringen und 25 junge Menschen aus unserer Stadt daran zu beteiligen!

(Christian Zatryp, Lehrer am Bertha-von-Suttner-Gymnasium)

Schauspiel
Großes Haus

Premiere
20.01.2017, 19:30 h

Termine

SO, 30.04.2017 18:00 Uhr
Dauer: 3 Stunden 10 Minuten
Ausverkauft
DI, 02.05.2017 19:30 Uhr
Dauer: 3 Stunden 10 Minuten

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SO, 21.05.2017 18:00 Uhr
Dauer: 3 Stunden 10 Minuten

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DO, 22.06.2017 18:00 Uhr
Dauer: 3 Stunden 10 Minuten

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Theater Oberhausen
Will-Quadflieg-Platz 1
46045 Oberhausen