Übersicht

!Live fast, get old!

100 Jahre Schlacht von Verdun

4. Oberhausener Demokratie-Konferenz

Amok

Antigone

Bernarda Albas Haus

Bier- und Leseabend

Bilder deiner großen Liebe

Bring me Sunshine

Broken - Zerbrochen

Brot und Gedankenspiele

Chalk about

Chorklänge aus Rugova`s Tälern

Christina Lux

Das dritte Leben des Fritz Giga

Das Recht des Stärkeren

Das siebte Kreuz

Dein Name

Der futurologische Kongress

Der Sandmann

Der Verein

Die Anmut der Vergeblichkeit

Die Leiden der Jungen (Werther)

Die Marquise von O...

Die Nacht kurz vor den Wäldern

Die Tiefe

Drei Farben

Ein Volksfeind

Existent!

Fake On Me. Mein digitales Leben analog

Fest fürs Leben - Christine Pasquale

Fit & Struppi im Reich der Neuen Mitte

FlediMan und die Jungs von der Zeche

Frauen*streik 2019

Gedenkfeier zur Pogromnacht von 1938

Genau so sind se

Gottesdienst zum Gedenken an 80 Jahre Pogromnacht

Großpolnische Philharmonie Kalisch

Happy Birthday, Lenny! - WDR Funkhausorchester

Heidi

Hier kommt keiner durch

Hömma 18: Lizz Wright & WDR Bigband

Hübendrüben. Als deine Eltern noch klein und Deutschland noch zwei waren.

Jan Plewka singt Rio Reiser

Kick-Off der theater:faktorei

lit.ruhr

Musik der Zukunft - Bochumer Symphoniker

Nachts

Nur die Harten (kommen in den Garten)

Pension Schöller

Planungs- und Vernetzungstreffen zum Frauen*streik 2019

Salome

Schaffen

Scham

Schuld und Sühne

Silvester-Party 2018

Silvester: Große Lieder - echte Gefühle

Späti

Theaterfest & Prozession

Tigermilch

Tod eines Handlungsreisenden

Toxic

TRASHedy

Upcycling im offenen Familienatelier

Vier für's Klima. Wie unsere Familie versucht, CO2-neutral zu leben

Waseda Symphony Orchestra Tokyo

Wir müssen reden!

Zippel, das wirklich wahre Schlossgespenst

Johannes Rieder und Christian Bayer | Foto Katrin Ribbe 

Johann Wolfgang von Goethe

Die Leiden der Jungen (Werther)

Es ist wie die Frage nach der Henne oder dem Ei: Macht das Sprechen über meine Gefühle und das Finden der richtigen Worte die Gefühle intensiver? Oder sind es umgekehrt meine Gefühle, die mich zu genialen Aussagen treiben?

Bei Werther, dem fiktiven Autor von Goethes Briefroman, beflügelt sich beides gegenseitig. Er ist verliebt, mit Haut und Haar und mit allen Höhen und Tiefen. Und zwar in Lotte, der er zwar durchaus nahekommt, die aber schon fest mit Albert verbunden ist: ein unerreichbares Objekt. Diese Tatsache schmälert Werthers Rausch nicht. Im Gegenteil: Er steigert sich hinein in Lust und Schmerz und seine totale Entäußerung hat die gleiche emotionssteigernde Wirkung wie ein sehr guter Popsong. „Ich kehre in mich selbst zurück, und finde eine Welt!“, schreibt Werther. Denn die eigentliche Entdeckung dieses emotionalen Showdowns ist für ihn sein Gefühl: Dieses wird schließlich zur existentiellen Erfahrung.

Kann Werther Lotte begegnen und können wir mit diesem Text jemandem wirklich begegnen? Goethe beschreibt darin kein Einzelschicksal, denn Werther ist ein Zustand. Einer, der es groß will und der sich den Raum dafür nimmt, ’cause it’s a bitter sweet symphony.

Werther gilt als der erste Popstar des Kulturbetriebs. Sein Kleidungsstil, blauer Frack und gelbe Weste, war stilprägend und bis heute hält sich der Mythos, dass sein Vorbild kurz nach Erscheinen des Romans 1774 eine handfeste Suizidwelle unter liebeskranken Jugendlichen ausgelöst haben soll.

Hier geht's zum Programmheft

Premiere 21.9.2018 Großes Haus
nach Johann Wolfgang von Goethe, Regie: Leonie Böhm,
Bühne: Zahava Rodrigo, Kostüme: Magdalena Schön, Helen Stein, Musik: Johannes Rieder, Dramaturgie: Elena von Liebenstein

Leonie Böhm sucht in ihren Stücken nach radikalen Spielsituationen und intensiven menschlichen Begegnungen. Mit Vorliebe greift sie zu klassischen Stoffen, um deren Kernkonflikte zu fokussieren. Trotz extremer Verdichtung entsteht bei diesem Zugriff nicht selten der Effekt, das Stück endlich einmal zu verstehen. Emotionen, Humor und die Spieler*innen auf der Bühne spielen in Leonie Böhms Theaterabenden die wichtigsten Rollen. Sie wurde 1982 in Stuttgart geboren und studierte Bildende Kunst an der Kunsthochschule Kassel sowie Schauspielregie an der Theaterakademie in Hamburg. Ihre im Rahmen des Studiums entstandenen Regiearbeiten wurden zu zahlreichen Gastspielen eingeladen. Sie inszeniert u.a. am Thalia Theater Hamburg, an den Münchner Kammerspielen und zuletzt am Theater Bremen.

Schauspiel
Großes Haus

Premiere
21.09.2018, 19:30 h

Termine

FR, 11.01.2019 19:30 Uhr
Dauer: 1 Stunde 30 Minuten

Karten bestellen

Theater Oberhausen
Will-Quadflieg-Platz 1
46045 Oberhausen