Oscar Wilde

Salome

Von Jochanaan fühlt Salome sich angezogen: „Ich will deinen Mund küssen“ – doch dieser verweigert ihr den Kuss. Gleichzeitig wünscht sich Herodes, Salome möge für ihn tanzen. Erst als er verspricht, ihr jeden Wunsch zu erfüllen, beginnt sie zu tanzen. Sie fordert dafür Jochanaans Kopf. Es geschieht wie von ihr verlangt. In rasender Verzückung küsst Salome den abgeschlagenen Kopf und bringt sich damit selbst in Gefahr.

So skizziert Oscar Wilde den Mythos der Salome in seiner einzigen Tragödie von 1893. Salome steht nicht nur für die Verkörperung von Erotik und Grausamkeit, sondern auch für die Lust am Schauen und die emanzipatorische Kraft weiblichen Begehrens. Der düstere Geschichtenerzähler Stef Lernous wird diesen Mythos gemeinsam mit unserem Ensemble, einer vierköpfigen Band und Musik, die der Duisburger Flowerpornoes-Gründer Tom Liwa extra für „Salome“ komponieren wird, mit einer ordentlichen Portion Gothic auf die Bühne bringen.

Premiere 25.1.2019 Großes Haus
nach Oscar Wilde Regie: Stef Lernous
Musik: Tom Liwa/ Flowerpornoes

Stef Lernous (*1973) ist Schauspieler, Autor und Lehrer an der Schauspielabteilung der Brüsseler School of Arts RITCS. 1999 gründete er zusammen mit seinen Partner*innen Nick Kaldunski und Tine Van den Wyngaert seine eigene Theatergruppe ‚Abattoir Fermé‘ (geschlossener Schlachthof) – eine Art „Untergrund-GuerillaPerformance-Theater“ – mit der er schnell international Bekanntheit erlangte. Lernous führte Regie bei mehr als 70 Produktionen, sowohl textbasierten Stücken als auch visuellem Theater, Opern, Kurzfilmen, Kinderstücken, Konzerten, einer TV-Serie und vielem mehr. Seine Arbeiten weisen Einflüsse des Barock, der Schauerliteratur, der Horror-Ikonographie und der Popkultur auf. Sie spiegeln außerdem seine Faszination für Rituale, den Menschen und seinen Körper und Phänomene abseits vom Mainstream wider.

Tom Liwa (*1961) war Mitte der Neunziger Jahre mit seiner Band FLOWERPORNOES wichtiger, bodenständiger Außenposten der sogenannten Hamburger Schule. Seitdem gilt der Exil-Duisburger als einer der einflussreichsten und zugleich mainstreamresistentesten, deutschsprachigen Songschreiber.

In den langen Jahren seiner Solo-Karriere bewies Liwa genreübergreifende Vielseitigkeit als Musiker, Schriftsteller, Kurator und zuletzt auch bildender Künstler. Sein aktuelles Album „Ganz normale Songs“ entstand mit Produzentenlegende Tobias Levin und erschien im April 2018 bei Grand Hotel Van Cleef. Liwas Musik zu Stef Lernous’ Salome entwirft ein gespenstisches Szenario zwischen Weird Folk, Dark-Soul-Country und psychedelischen Gassenhauern. Es spiegelt sein Interesse an der gegenseitigen Durchdringung von Profanem und Kosmologie.

Schauspiel
Großes Haus

Premiere
25.01.2019, 19:30 h

Termine

FR, 25.01.2019 19:30 Uhr

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SA, 26.01.2019 19:30 Uhr

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FR, 01.02.2019 19:30 Uhr

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MI, 06.02.2019 19:30 Uhr

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FR, 22.02.2019 19:30 Uhr

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SA, 09.03.2019 19:30 Uhr

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MI, 20.03.2019 19:30 Uhr

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SO, 24.03.2019 18:00 Uhr

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Theater Oberhausen
Will-Quadflieg-Platz 1
46045 Oberhausen