Susanne Burkhard und Mervan Ürkmez | Foto Ant Palmer 

Federico García Lorca

Bernarda Albas Haus

Deutsch von Hans Magnus Enzensberger

Acht Jahre Trauer – dazu verdonnert Bernarda ihre vier Töchter, nachdem der Vater verstorben ist. Sie sind im besten, heiratsfähigen Alter, doch „wo die Trauer währt, wird nicht einmal der Wind von der Straße dieses Haus betreten. Wir wollen uns vorstellen, wir hätten Türen und Fenster mit Ziegelsteinen zugemauert.“ Die Gesellschaft, das Außen, darf in diese klaustrophobische Gemeinschaft, beherrscht durch Bernardas Tyrannei, nicht eindringen – und tut es doch – in Form von Pepe el Romano, dem Sinnbild für ersehnte Freiheit und unbezwingbare Triebe. Doch anstatt gemeinsam gegen erstarrte Konventionen und pervertierte Sitten anzukämpfen, zerfleischen sich die Schwestern in einem unerbittlichen Psychothriller gegenseitig. Die Katastrophe ist unausweichlich.

Federico García Lorca gilt als einer der letzten großen Tragödiendichter Europas, dessen Stücke durch ihre sinnliche Sprache und düstere, archaische Atmosphäre bestechen. Er selbst war ein Gegner der sozialen Rückständigkeit Spaniens und wurde kurz nach Beginn des Spanischen Bürgerkrieges ermordet. Seine Leiche wurde nie gefunden.

Deutsch von Hans Magnus Enzensberger

Jan Friedrich (*1992 in Lutherstadt Eisleben) studierte zeitgenössische Puppenspielkunst an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Er arbeitet als Autor, Dramaturg, Schauspieler, Kameramann und Regisseur. In seiner Klarheit und Schärfe entwickelt er Abende aus perfidem Spiel, Masken und Verfremdungen, die in ihrer Abgründigkeit intensive Stoffe dramatisch zuspitzen. Dem hohen Ton von Lorcas Sprache verleiht er damit die nötige Dringlichkeit. Für seine Inszenierung des „Faust“ in Mannheim wurde er für den wichtigsten Theaterpreis „Der Faust“ nominiert.

Schauspiel
Großes Haus

Premiere
05.10.2018, 19:30 h

Termine

FR, 05.10.2018 19:30 Uhr

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SA, 06.10.2018 19:30 Uhr

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FR, 12.10.2018 19:30 Uhr

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FR, 26.10.2018 19:30 Uhr

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SA, 15.12.2018 19:30 Uhr

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SO, 13.01.2019 18:00 Uhr

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MI, 13.02.2019 19:30 Uhr

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MI, 27.03.2019 19:30 Uhr

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Theater Oberhausen
Will-Quadflieg-Platz 1
46045 Oberhausen