Regie
Ulrike Günther

Ausstattung
Andreas A. Strasser

Dramaturgie
Patricia Nickel-Dönicke

Besetzung
Susanne Burkhard
Banafshe Hourmazdi
Ingrid Sanne

Claudia Tondl

Scham

Gewinnerstück des d.ramadan 2018

Drei Frauen. Drei Generationen. Ein Kaffeekränzchen. Mutter hat sich bemüht, einen Kuchen zu backen, weil die Tochter sich samt Frau zu einem Besuch angekündigt hat, um dringend etwas loszuwerden. Doch die Frau kommt nicht mit und Großmutters Hunger bestimmt das Beisammensein. Immer wieder erleben die Frauen diese scheinbar gleiche Esstischszene und erzählen ihre Situation aus ihren je eigenen Perspektiven. In jeder Wiederholung ändern sich Gesagtes und Nicht-Gesagtes der Figuren – und führen unweigerlich zum Konflikt.
Wahrheit und Lüge, Scham und Schamlosigkeit, Vergessen und Erinnern sind die thematischen Eckpfeiler, um die sich das Stück dreht. Es geht um das Aussprechen von Unaussprechlichem und die Überwindung weiblicher Scham in einem patriarchalen System. In einer fragmentarischen Erzählweise werden (Macht-)Mechanismen des Sprechens und der Sprachlosigkeit verhandelt, die am Beispiel einer familiären Situation wie in einem Versuchslabor durchgespielt werden.

Claudia Tondl nahm am uniT-Lehrgang FORUM Text teil. Sie schreibt Theatertexte (UA u.a. am Staatstheater Mainz, Werk X, Landestheater NÖ) und entwickelt Stücke in diversen künstlerischen Kollaborationen. Aktuell produziert sie im Kollektiv theaternyx* Performances für die Bühne und den öffentlichen Raum.

Während des d.ramadan 2018 waren sechs Autor*innen des „FORUMText“ zu Gast in Oberhausen. Gemeinsam haben wir mit ihnen an noch unfertigen Stücken gearbeitet, sie während des d.ramadan präsentiert und zur Diskussion freigegeben.

Das Publikum hat mit entschieden, welches der sechs Stücke nun zur Uraufführung kommen soll: Gewählt wurde Claudia Tondls Stück "Scham".

 

Schauspiel
Saal 2

Premiere
30.11.2018, 19:30 h

Termine

FR, 30.11.2018 19:30 Uhr

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SO, 02.12.2018 19:30 Uhr
Theater Oberhausen
Will-Quadflieg-Platz 1
46045 Oberhausen