Joe Orton
Beute
Neuübersetzt von René Pollesch
Eine schwarze Farce
Eine schwarze Farce
Joe Ortons schwarzhumorige Farce Beute, in einer brandneuen Übersetzung von René Pollesch und mit anarchischem Humor inszeniert von Herbert Fritsch.
Ein Mensch ist tot. Aber die Hinterbliebenen zeigen kaum Betroffenheit oder gar Verzweiflung. Der Witwer ist ein geiler Alter und flirtet noch neben dem Sarg mit einer mordlustigen Krankenschwester. Der Sohn versteckt die Beute aus einem Raub vor einem dummen und korrupten Polizisten im Sarg seiner Mutter und staffiert die Leiche als Schaufensterpuppe aus.
Orton seziert brillant und bissig, respekt- und pietätlos, bis nichts als nackte Geldgier, Heuchelei, leere Konventionen und blanke Lust übrig bleiben.
Joe Orton, geboren 1933, von seinem eifersüchtigen Freund 1967 erschlagen, verdingte sich unter anderem als Aktmodell und saß wegen Bücherdiebstahls ein halbes Jahr im Gefängnis – wie er selbst sagte, ein künstlerisches Erweckungserlebnis für den angehenden Bühnen- und Filmautor.
Ein Mensch ist tot. Aber die Hinterbliebenen zeigen kaum Betroffenheit oder gar Verzweiflung. Der Witwer ist ein geiler Alter und flirtet noch neben dem Sarg mit einer mordlustigen Krankenschwester. Der Sohn versteckt die Beute aus einem Raub vor einem dummen und korrupten Polizisten im Sarg seiner Mutter und staffiert die Leiche als Schaufensterpuppe aus.
Orton seziert brillant und bissig, respekt- und pietätlos, bis nichts als nackte Geldgier, Heuchelei, leere Konventionen und blanke Lust übrig bleiben.
Joe Orton, geboren 1933, von seinem eifersüchtigen Freund 1967 erschlagen, verdingte sich unter anderem als Aktmodell und saß wegen Bücherdiebstahls ein halbes Jahr im Gefängnis – wie er selbst sagte, ein künstlerisches Erweckungserlebnis für den angehenden Bühnen- und Filmautor.
Seine Grotesken Seid nett zu Mister Sloane (1964), Beute (1965) oder Was der Butler sah (1969) zeichnen sich durch virtuose Wortgefechte, atemberaubendes Tempo und haarsträubende Komik aus. Doch hinter dem makaber-zynischen Totentanz ist eine existenzielle Verzweiflung spürbar.
Der Regisseur Herbert Fritsch inszeniert zu Beginn der Spielzeit 2008/09 am Theater Oberhausen Molières Tartuffe im Großen Haus. Außerdem präsentiert er am 03.05.2009 den aktuellen Stand seines „unmöglichen, interdisziplinären und crossmedialen Unternehmens“ hamlet_X.
Der Regisseur Herbert Fritsch inszeniert zu Beginn der Spielzeit 2008/09 am Theater Oberhausen Molières Tartuffe im Großen Haus. Außerdem präsentiert er am 03.05.2009 den aktuellen Stand seines „unmöglichen, interdisziplinären und crossmedialen Unternehmens“ hamlet_X.
Premiere am 28. Mai 2009

