ABSTAND MIT HALTUNG und PERSPEKTIVEN

 

d.ramadan präsentiert PERSPEKTIVEN

d.ramadan ist eine Mischung aus Drama und Ramadan. Während des d.ramadan geht es um postmigrantische Perspektiven auf kulturelle und religiöse Themen. Wir besuchen Gemeinden und Vereine, sprechen über Glaube, Identität, gesellschaftliche und politische Realitäten.

3.5. Identität durch Mode und Haare
Gespräch mit Esra Karakaya, Emilene Wopana Mudimu und Naomi Afia Brenya Güne?-Schneider
Charaktere durch das Äußere auszudrücken ist Grundprinzip am Theater. Durch Kostüm und Maske verstehen wir die Personen auf der Bühne. Frisuren und Bekleidung sind Ausdruck von Identität. Modedesignerin Naomi Afia Brenya Güne?-Schneiders, Aktivistin Emilene Wopana Mudimu und YouTuberin Esra Karakaya im Gespräch über Mode, Hijab, Afrohaare und Identitäten.

15.5. Reagieren statt Resignieren
Romi Domkowsky im Gespräch mit Nigar Yardim und Burak Yilmaz
Nigar Yardim, die unter anderem mit jungen geflüchteten Menschen arbeitet und Burak Yilmaz, der Polizist*innen und Lehrer*innen in interkultureller Kompetenz trainiert, sprechen mit Dramaturgin Romi Domkowsky über Diskriminierungserfahrungen im Alltag, deren Auswirkungen und ihren Umgang damit.

29.5. Gerecht oder ungerecht? Glaube während Corona
Vortrag mit Islamwissenschaftler und Philosoph Dr. Muhammad Sameer Murtaza
Kann angenommen werden, dass es einen Gott gibt und dieser gütig ist, obwohl Katastrophen, Kriege oder Pandemien wie Corona passieren? Dr. Muhammad Sameer Murtaza berichtet über muslimische Antworten auf diese jahrhundertealte Frage. Ein Gedankenanstoß über Glaube und Gerechtigkeit.

Weitere Termine im Juni


 

ABSTAND MIT HALTUNG feat. d.ramadan

Lassen wir uns in unseren Grundfesten erschüttern? Das Drama der Krise setzt eines der ältesten und merkwürdigsten Rituale der Menschheitsgeschichte außer Kraft - das Theatererlebnis. Ritual auf Distanz? Was machen, wenn das Gegenüber fehlt?
Nicht mit uns, denken sich ein paar unerschütterliche Theatermacher*innen am Theater Oberhausen und wagen den Probelauf. Ausgestattet mit allem, was ihre Arbeit ausmacht, einem guten Text, einem hoch motivierten Ensemble, einer Bühne, dem richtigen Licht und genügend Desinfektionsmittel, arbeiten sie mit 1,5 m Abstand an der richtigen Haltung: physisch, psychisch und digital.

Konzept: Patricia Nickel-Dönicke, Produktionsleitung: Veronika Linde, Kamera: Nazgol Emami, Schnitt/Postproduktion: Ana Angelovska

10.5. Schattenspiel mit Lise Wolle
Die seit 2017 in Deutschland lebenden Künstler*innen Sibel und Serkan Öztürk treffen mit ihrem „theater916“ auf Lise Wolle. Normalerweise nehmen sie in ihrem Puppenspiel, entwickelt aus dem traditionellen türkischen Schattenspiel „Karagöz“, Kinder und Erwachsene mit auf eine Reise aus Licht, Schatten und Musik. Doch in diesem Mai ist alles anders, Lise Wolle schneidet sich wegen der ganzen Krise selbst ihre Mitspieler*innen zusammen und dann wird gemeinsam gegen das Coronavirus gekämpft.

18.5. Quarterlife-Crisis – The best never rest mit Burak Hoffmann

Die beiden Jungschauspieler sind nah dran am Thema, sind Teil dieser Generation, die auch mal eine Krise haben will. Und jetzt, bäm, hat sie eine: Zwischen Likes und Loneliness und „Ist das mein Gefühl oder ist das Instagram?“, „Och Mensch, das gab's ja schon alles“.
Aber: The best never rest. David Vormweg und Nils Kretschmer lesen Texte aus ihrem Programm “QLC“, berichten von extrem ausgeklügelten Plänen, der Tristesse des bürgerlichen Lebens den Rücken zu kehren, finden sich irgendwo wieder als “Kölsche Ganoven“ und bei sinnfreier Whats App Poesie. Ständig dabei: Klavier, Gitarre und ihre eigenen Songs.
 
26.5. Der Dachs schreit mit Christian Bayer
 
Diese eigenartigen Tage, an denen die Zeit zugleich rast und still steht. Vielleicht, weil man nicht weiß,  wann unser altes Leben, wie wir es kannten, wieder zurückkehrt. Die Sehnsucht nach Austausch, während man gerade einsam auf einem Feld steht, und das Bedürfnis, diese neue Situation kreativ zu nutzen – um im Gedanken verbunden zu bleiben, trotz der räumlichen Trennung.
Während des Lockdowns hielt sich Regiesseurin Sophie Benedikte Stocker bei ihrer Familie in den Österreichischen Alpen auf. Der Coronavirus hat so die Möglichkeit erzwungen, aus gewohnten Routinen auszubrechen und in Pedro Martins Bejas Text „Nachts schlafen die Tiere“ nach einer inneren Stimme zu suchen.
 
Weitere Termine:

31.5. Dem Faß sein Tropfen
3.6.  Woitsch
8.6.  Knechte
12.6. Probelauf
19.6. Koma

 


 
d.ramadan 2020 in Kooperation mit der Refugees Kitchen, WDRforyou, kitev Kultur im Turm e.V. und uni-t Verein für Kultur, Graz. Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW sowie dem Freundeskreis Theater für Oberhausen. e.V.
Theater Oberhausen
Will-Quadflieg-Platz 1
46045 Oberhausen