theater oberhausen

Albert Camus

Die Pest

„Es gibt nichts schändlicheres als die Krankheit.“ (Albert Camus)  

Eine Stadt am Meer wird von einer unheimlichen Seuche befallen. Erst sind es nur tote Ratten, die plötzlich in allen Straßen und Häuserecken auftauchen. Doch dann infizieren sich die Menschen mit dem rätselhaften Fieber. Zunächst vereinzelt, schließlich in einem rasanten Tempo. Die Stadt befindet sich im Ausnahmezustand, niemand weiß, wie lange dieser Zustand dauern wird. Ein Arzt kämpft entgegen aller Widrigkeiten gegen die Krankheit - angetrieben von einer absurd erscheinenden Hoffnung.  

Wie Camus in seinem Roman und in seiner Philosophie nahezu dazu aufruft, sich des Absurden bewusst zu werden, es anzuerkennen als solches, und durch diese Anerkennung eine Art „Sinn“ für das Leben zu entwickeln, stellt sich das Theater Oberhausen dem beinahe grotesken Versuch, dem durch die Pandemie bestimmten Leben (und Arbeiten) durch bewusste Anerkennung des Absurden einen Sinn zu geben - und Theater ohne physischen Kontakt zu ermöglichen.
Wie wollen wir jetzt und zukünftig leben? Sind Werte wie Mitgefühl, Empathie, Solidarität und Liebe die einzige Chance darauf, als Menschen auf dieser Welt toleriert zu werden? „Mich interessiert nur noch, von dem zu leben und von dem zu sterben, was ich liebe..“, lässt Camus eine seiner Figuren auf solche Fragen antworten.  

Corona ist nicht die Pest - doch die aktuelle Pandemie ist womöglich eine vergleichbare Bewährungsprobe für unsere Gesellschaft und auch für das derzeitig geschlossene Theater.
Bert Zander, der schon in der Spielzeit 2017/18 die preisgekrönte theatrale Video-Installation von SCHULD UND SÜHNE für das Theater Oberhausen inszenierte, hat nun Albert Camus DIE PEST mit zahlreichen Oberhausener*innen und dem Ensemble des Theater Oberhausen als Serie bearbeitet. 

Seit 2. Mail wird jede Woche samstags um 19.30 Uhr eine neue Folge ausgestrahlt. Kostenlos auf online bei ZDF Kultur, 3Sat und auf >> die-pest.de. 

Die Termine in der Übersicht:

EPISODE 1 | 02.05.20
ab 19.30 Uhr

EPISODE 2 | 09.05.20
ab 19.30 Uhr

EPISODE 3 | 16.05.20
ab 19.30 Uhr
 

EPISODE 4 | 23.05.20
ab 19.30 Uhr
 

EPISODE 5 | 30.05.20
ab 19.30 Uhr


Die Fassung für das Theater Oberhausen basiert auf der Übersetzung von Uli Aumüller, (c) Gallimard und (c) Rowohlt Verlag.

 

Gefördert im Rahmen von NEUE WEGE durch das NRW Kultursekretariat und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW

Termine

SA, 30.05.2020 - 19:30 Uhr

Mit
Torsten Bauer
Christian Bayer
Susanne Burkhard
Clemens Dönicke
Markus Henkel
Burak Hoffmann
Elisabeth Hoppe
Sina Martens
Anna Polke
Emilia Reichenbach
Mervan Ürkmez
Raphael Westermeier
Lise Wolle
Klaus Zwick
und vielen Oberhausener*innen

Regie
Bert Zander

Ausstattung
Debo Kötting
Eva Lochner

Kostüm
Lene Schwind

Video
Fabian Barba

Musik
Martin Engelbach

Dramaturgie
Karoline Behrens

Film-Dramaturgie
Julie Konradsen

Produktionsleitung
Alexander Biehn

Koordination Erzähler*innen
Leonie Rohlfing
Meike Sasse

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